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Reiskocher-Rezept #4 - Nicht zur Nachahmung geeignet

Nicht zur Nachahmung geeignet nicht etwa deshalb, weil es nicht schmeckte. Im Gegenteil - das war sehr lecker und das bisher einfachste »Rezept«, wenn man das so nennen kann. Allein, es fehlen die Zutaten außerhalb Asiens.

Eines der besten Beispiele für die Differenz zwischen Fremdwahrnehmung und Tatsache ist das japanische Essen. Außerhalb denkt man an Fisch, zumal roh, vielleicht noch an Nudelsuppe. Tatsächlich essen Japaner aber die meiste Zeit Curry, Gulasch und Schnitzel. Ein Essen, was aber tatsächlich jederzeit und buchstäblich überall heiß verfügbar ist, heißt "oden".



"Oden" ist hier kein Gedicht, sondern ein Gericht. Liest man den Wikipediaeintrag dazu, ohne es zu kennen, ist man so schlau als wie zuvor, weil es, vom Ei einmal abgesehen, kaum Zutaten gibt, die in Europa gängig sind. Und Geschmack läßt sich bekanntlich nur schwer beschreiben. Deswegen muß es reichen, wenn ich hier schreibe, daß es wie eine Art Brühe aus Langgekochtem schmeckt und zudem sehr gut. Man kann sie an jeder Ecke in den sogenannten Konbinis, den convenience stores, warm kaufen.

Wie hängt das jetzt aber alles mit dem Reiskocher zusammen? Nun! Das Rezept dazu lautet: Oden im Konbini kaufen, Zutaten kleinschnippeln, 100ml der Suppe zu einem Meßbecher Reis geben. Dann bis zu dem Meßstrich mit Wasser auffüllen, wie es für einen Reisbecher üblich ist, alles zusammen in den Kocher schupfen und anstellen.



Dabei entsteht diese Art Risotto. Schmeckt genauso lecker, wie es aussieht! Mein Beileid an alle Europasässigen, daß sie an dem Spaß nicht teilhaben können.
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