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Positiver Rassismus

Nach unserer schönen Guilinreise war eigentlich von meiner Seite aus 10 Tage volles Pekingprogramm für monekopietz angedacht - mein Körper machte mir aber nach ein paar Tagen einen Strich durch die Rechnung und schickte mich ins Bett, wo ich auch drei Tage lang blieb. Glücklicherweise ist Mone schon groß und kann allein auf sich aufpassen. Außerdem konnte sie das wichtigste Fest in China, das Frühlingsfest (oder auch "chinesische Neujahr") mit Shoko und Freundin verbringen, so daß ich mir eigentlich nur selbst leid tun mußte, weil ich das Spektakel nur vom Fenster aus beobachten konnte.

Das aber ist mittlerweile längst verkraftet, Mone ist wieder im Lächelland und ich inzwischen voll im Universitätsbetrieb, der gestern begonnen hat. Ich bin bisher sehr glücklich mit meinen Lehrern und Kursen. Halb überredet, halb überzeugt habe ich mich im Konversationskurs in die oberste Stufe stellen lassen. Davor unterhielt ich mich mit einer Lehrerin darüber, ob das vernünftig sei. Sie blätterte einen Moment in ihrer Liste und meinte: "Ja, das ist kein Problem. Sie sind ja Deutsche."

Ein ebenso positives Deutschlandbild hatte wohl auch unser Reisevermittler, der für uns Flugtickets nach Guilin bezahlt hat, ohne von mir mehr als meine Stimme am Telephon zu kennen. Ich konnte ihm das Geld nicht geben, weil ich zum betreffenden Zeitpunkt in Shanghai weilte. Als ich ihm das Geld vier Tage später überreichte, meinte er, daß man das nur deswegen gewagt hätte, weil ich ja Deutsche sei.
Leider beinhaltet die Bevorzugung eines Landes, daß andere Länder benachteiligt werden - sonst wäre es vielleicht ganz lustig.

Comments

( 1 Kommentar — Kommentieren )
zauberhuehnchen
Apr. 19th, 2008 02:31 pm (UTC)
Die wissen einfach, daß ich Deutscher bin, und deswegen mögen sie die Deutschen.
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