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Der wichtigste Tag des Jahres

Die ganze Welt will wissen, wie mein Geburtstag war. Nun, sie soll es erfahren.




Ausrüstung eines Besentransporters


Mein Geburtstag war große klasse. Er begann - nach dem Gattentelephonat - mit einem Baozi-Frühstück und einem Auslug zum berühmten Aquarium von Peking.




Bevor Lisa und ich aber da ankamen, hatten wir uns entschlossen, das erste Mal den Bus zu benutzen. Das hört sich einfacher an, als es tatsächlich ist. Pekings U-Bahnnetz ist verhältnismäßig klein, doch es fahren Busse wohin man will. Wenn man aber, wie zum Beispiel wir, nicht genau den Namen der Zielstation und auch nicht die notwendige Busnummer
kennt, sucht man gerne auch etwas länger. Man glaubt gar nicht, wie frustrierend Busstationen auf chinesisch Lesen sein kann, wenn ohne Übertreibung 50 Busse von der Station losfahren. Letztlich haben wir aber, fast schon aufgebend, den richtigen (特4) aber doch gefunden und uns damit durch den allgegenwärtigen Stau geschlichen.




Im Bus bezahlt man nach dem Losfahren bei einer der Schaffnerinnen. Ohne alles kostet eine längere Fahrt 10 Cent, mit einer Abokarte ist es weniger. Ich habe mir sagen lassen, daß es mit einer Studentenkarte sogar nur 2-3 Cent kostet, aber die muß ich mir wohl erst noch holen.




Zuerst war ich schon froh, daß in China sogar auf noch kleinere Leute Rücksicht genommen wird, als ich es einer bin. Später entdeckten wir enttäuschenderweise, daß der zweite für Rollstuhlfahrer gedacht ist.






Im Vorhinein haben wir viel Negatives über den Zoo von Peking gehört. Letztlich sah er für die Tiere auch nicht sehr viel anders aus, als zum Beispiel der Berliner Zoo. Wenn mich der Eindruck nicht täuscht, haben sie in Peking aber mehr Tiere pro Käfig / Aquarium.





In jedem Fall haben sie aber mehr Tiere vor dem Aquarium! Furchtenflößende, sogar. Was ist das Böse in der Mitte?






Ein beträchtlicher Teil der großen Fläche des Aquariums wird leider von Läden und Restaurants eingenommen. Auf dem zweiten Bild sieht man meine erstaunte Verwackelung. Wir dachten, der hohe Preis (10 Eulen) hätte die Besucher vom Aquarium abgehalten, weil es so leer war. Dann bogen wir jedoch zur Delphinshow ab...






Von innen und außen ist der Zoo sehr schön. Rentner müßte man sein, oder unter 1,20 meter groß - dann kann man kostenlos in viele Parks und Anlagen.


Keine Photos gibt es von einer ebenfalls sehr schönen Phase des Tages, die ich hier kurzerhand einmal die Fußphase taufen möchte. Zhengmi rief mich mittags an und ging nach einer kurzen Mahlzeit mit mir einkaufen. Dabei erstand ich unter anderem Fußbadzusatz, Fuß-Schrubb-Gellee und eine Creme, ebenfalls für die Füße. Die nächsten zwei Stunden verbrachten wir dann damit, alles auszuprobieren und danach unsere weichen Füße zu bewundern.










Jede Menge Photos gibt es dafür vom anschließenden Festessen in dem bekanntesten Restaurant für Pekingente, 全聚德 (Quanjude). Ich bin ja voreingenommen, weil es mein Geburtstag war, aber ich fand das Essen sagenhaft gut. Außerdem war die Begleitung sehr angenehm und es gab, womit ich so kurzfristig nicht gerechnet hatte, von den Vieren sogar schöne Geschenke: von Zhengmi einen Reiseführer für Peking, von Anna eine Tasse (sehr nützlich!) vom Sommerpalast, von Lisa und Susan einen kleinen schmucken Baum, Kuchen und deutsche Fertiggerichte für den Notfall. (Ich hoffe, daß ich nichts vergessen habe.)










Beim Pekingenteessen wird die Ente meistens vor den Augen der Gäste geschnitten. es kommen nur die oberen Schichten Haut und Feisch auf den Teller. Die allererste, noch heiße oberste Haut wird vorangereicht und man läßt sie mit etwas Zucker auf der Zunge zergehen.










So sieht das Beispiel aus, das mir vorher von der Angestellten vorbereitet wurde. Und das zweite Bild? Natürlich die Visitenkarte der Ente! ("039430 - The above number ist the roast duck we have served from 1864 on.")










Auf dem oberen Photo einige der bestellten Gerichte. Zusätzlich bekommt man bei jedem Restaurant oder Etablissement, in dem Essen serviert wird (Karaokebar etc.) als Geburtstagskind eine Nudelsuppe mit langen Nudeln, die ein langes Leben symbolisieren sollen. Leider hatte ich schon mehr als genug gegessen, so daß ich nun leider früh sterben muß.


P.S.: Sieben Tage stolzer Fahrradbesitzer, und immer noch wurde es nicht geklaut!

P.P.S.: Wie macht man bei Photoshop 7.0 die roten Augen weg? Bei Photoshop Basics (oder so) war das ganz einfach. Aber nun?

Comments

0_ohnein
Sep. 2nd, 2007 07:58 am (UTC)
ich wünsch nochmal alles gute nachträglich zum geburtstag. :)
das essen sieht ja hammerlecker aus. ich hoffe, es hat spaß gemacht.
herzlichen glückwunsch jedenfalls!! :D
seidenstrasse
Sep. 3rd, 2007 01:43 pm (UTC)
Danke Dir! Ja, es war ein sehr schöner und entspannter Geburtstag.