Nora (seidenstrasse) wrote,
Nora
seidenstrasse

Diesmal mit Bild


Ich kann mein Glück kaum fassen, was das neue Zimmer betrifft. Selten war etwas so knapp errungen! Als ich nach einem Zimmerwechsel gefragt habe, sagte die Dame, daß es nicht so einfach sein würde, wenn meine Zimmernachbarin schon da wäre - und seit gestern nachmittag ist sie wirklich da! Gerade noch geschafft. Bisher ist noch niemand bei mir eingezogen, aber sicher dauert es nicht mehr lange.


Übrigens habe ich im gestrigen Eintrag Photos nachgetragen, unter anderem vom neuen Zimmer.


Morgen habe ich Geburtstag (Wink mit dem Zaunpfahl)! Ich rufe bei den entsprechenden Personen (Familie) kurz durch, aber viel Zeit werde ich nicht haben, weil mein Skype-Programm zickt. Stattdessen muß ich auf die teuren Telephonkarten zurückgreifen. Am Abend habe ich vor, mit ein paar Freunden und Bekanntschaften hier Peking-Ente essen zu gehen. Es wird ja auch höchste Zeit! Ich bringe meine schöne Statistik vom letzten Besuch (1 Ente/Woche) durcheinanander.






Heute morgen bin ich wieder gegen sieben aus dem Zimmer gegangen, um an einem der menschenverlassenen Seen weit im Norden der Beida Postkarten zu schreiben. Das ging auch eine gute Weile ohne Störung, bis ein Photograph, der die Ruinen dort aufnahm, auf mich zukam und mich ansprach.




Ein sehr improvisierter Bauzaun aus scheinbar allem, was sie so finden konnten.


Ich freue mich ja über Gesprächsmöglichkeiten, wenn ich daraus lernen kann. Diesmal zum Beispiel konnte ich lernen, wie man ohne den Funken einer Ahnung möglichst gut den Eindruck hinterläßt, alles verstanden zu haben. Zuerst verstand ich gar nichts von dem, was er gesagt hat - bis er dann anfing, mir aufzuschreiben, was er meint - da ging mir ein Licht auf. Dialekte. Ewiger Quell der Freude. Nachdem ich rausgefunden hatte, welcher Laut in etwa welche Entsprechung bei ihm hat, ging es sogar ein kleinwenig besser mit dem Zuhören - ich verstand Wortfetzen. Glücklicherweise erforderte seine Sprechweise nicht viel Partizipation von meiner Seite. Er hat - so glaube ich, zu wissen - mir erzählt, wie wichtig es sei, nicht nur das neue China und das Han-chinesische China kennen zu lernen, sondern auch die zahllosen verschiedenen anderen Volksgruppen, die auch Grundstein für Chinas Kultur sind. Nach einer halben Stunde wurde es mir dann aber zu gefährlich, weiterhin so zu tun, als wüßte ich, wovon er rede und ich habe mich höflich entschuldigt, eine Freundin wolle mit mir Frühstück essen. Dabei schlafen die alle noch!






Auf dem gesamten Areal gibt es sehr viele herumstreunende Katzen. Schade, daß superute nicht hier ist!

Tags: beijing:formalitäten, beijing:leben
Subscribe
  • Post a new comment

    Error

    default userpic

    Your reply will be screened

    Your IP address will be recorded 

    When you submit the form an invisible reCAPTCHA check will be performed.
    You must follow the Privacy Policy and Google Terms of use.
  • 5 comments