Nora (seidenstrasse) wrote,
Nora
seidenstrasse

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Antikes Essen

Ich traf also tatsaechlich wie geplant meinen Dozenten, der mir Peking noch ein bisschen schmackhafter gemacht hat. Ausschlaggebend ist vor allem, dass hier die Hochsprache gesprochen wird. Ausserdem ist etwas dran an dem Argument, dass ich mir meine Abenteuerlust besser fuer das Herumreisen aufhebe und die Zeit, die ich hier lernen muss, lieber bequem verbringen solle.
Besagter Herr lud Marta und mich auch noch in ein wirklich atemberaubendes Restaurant ein.





Unweit von er Beijing Daxue, der Pekinger Universitaet, entfernt, liegt ein Restaurant das in die ehemaligen Raeume einer Konkubine eines hohen Staatsangestellten gebaut worden ist.


Dort ist alles ganz im Stile er Qing-Dynastie eingerichtet - Moebilar, Musik, Garten, Kleidung, Sprache.


Je nach Rang sind die Bediensteten in verschiedenen Trachten und Farben gekleidet und allesamt ausgenommen hoeflich.


Einziger V-Effekt sind die kleinen PCs, auf denen die Bestellungen entgegengenommen werden.
Aber es ist wirklich absolut sehenswert. Wunderschoen eingerichtet, von riesigen Ausmassen aber mit kleinen Raeumen, ein herrlicher Garten mit Zitthermusik... Ich war ganz schoen beeindruckt und werde alle lieben Leute, die mal in Peking sind, zwingen, da mit mir rein zu gehen.


Marta brach heute abend allein nach Shanghai auf, wohin ich nicht mitkam, weil mir Peking schon modern genug ist und ich hier noch lange nicht alles gesehen habe, was sehenswert ist. Vor ihrer Abfahrt aber wollten wir noch Lama- und Konfuziustempel hier besuchen. Wie schon so oft mussten wir beim eigentlichen Hauptziel, dem Konfuziustempel, feststellen, dass er fuer 2008 aufgemotzt wird. Laut Reisefuehrer hatte er das auch wirklich noetig, und deswegen will ich nicht meckern, aber wir konnten ihn also wegen Bauarbeiten nicht ansehen. Umso schoener war dafuer der Lamatempel.


Chinesen beten auch inbruenstiger, als ich das sonst gewohnt bin. Der Besuch war sehr interessant, wenn auch ganz schoen ausgeraeuchert mit lauter Weihrauch.





Kommen wir nun zu etwas voellig anderem: Der Lesesaal unserer Bibliothek mit fleissigen chinesischen Studenten. Ich selbst lerne nicht fuer die am Montag anstehende Pruefung, denn sie bedeutet mir nichts und ich moechte noch all meine Vorhaben realisieren, aber diesen ganzen Fleiss zu sehen macht doch ein etwas beklommenes Gefuehl.


Uebrigens haben wir hier 20 Grad ueber Null. An alle Daheimgebliebenen ein freundliches AETSCH! ;-)

Und mit diesen schoenen Schlussworten beschliesse ich den heutigen Eintrag.
Tags: beijing2006
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