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Personen-Verwaltungssoftware

Wer mich persönlich kennengelernt hat, weiß möglicherweise, welche Schwierigkeiten mir Personennamen bereiten. Über Facebook habe ich gemerkt, daß diese Probleme verschwinden, wenn der Name mit einem Bild und Informationen angereichert ist. Da aber längst nicht alle Leute, die ich mir merken möchte oder muß, bei Facebook sind, würde ich mir gerne selbst eine Personendatenbank anlegen. Kennt jemand ein gutes Programm dafür? Wichtig wäre mir, daß ein größeres Photo anzuzeigen ist und ich die Personen auch nach Schlagworten (tags) sortieren könnte. Die Windows 7-eigenen "Kontakte" und Microsoft Access schaffen das leider nicht so gut - beide Male scheitert es vor allem an der Bildanzeige.

Tief durchatmen

Es sieht ganz so aus, als könne ich mich für überhaupt kein Stipendium dieses Jahr mehr bewerben. Die Fristen sind alle zu kurz, um rechtzeitig dafür meinen MA-Abschluß in der Hand zu haben.
Nun gut, nun gut. Das gestaltet die Tage ein bißchen einfacher. Ich konzentriere mich also erst einmal auf den Abschluß der Magisterarbeit, dann mache ich gleichzeitig die Vorbereitung der Dissertation und die auf meine Prüfungen. Und geh ein bißchen später nach Japan, als ich mir gewünscht habe...

Vor lauter Freizeit habe ich einen neuen Eintrag in mein Arbeitsjournal geschrieben, diesmal zum Problem des Übersetzens von Dialekten.

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Nebenprodukt

Seit Tagen sitze ich versunken in meine Magisterarbeit und bin bei einem von mir wenig geliebten Wissenschaftler auf einen schönen Fehltritt gestoßen. Das mußte natürlich gleich ins Journal.
Ansonsten gibt es nicht viel neues, aber alles läuft ganz gut so weit. In den nächsten 2 Wochen möchte ich möglichst weit kommen, um nach Arbeitsbeginn am 2. August das Gröbste hinter mir zu haben. Keine Zeit für andere Abenteuer also, aber bisher macht's ja auch noch Spaß.

Goethe heute

Eines meiner Lieblingsbilder aus meinem Münchenaufenthalt findet sich, nebst ein paar kleineren neuen Artikeln, in meinem Arbeitsjournal.

In die Wander...sandalen

Nicht ganz zwei Wochen Herumrennens hat es gebraucht, um alle nötigen Papiere, Stempel und Unterschriften für mein Magisterabschlußverfahren zusammenzusammeln. Einziger Trost ist, daß die Bacheloranten es noch viel schlimmer haben mit dem bürokratischen Aufwand. ;-)
Nach Abgabe aller Unterlagen habe ich mich gefühlt, als hätte ich schon die halbe Arbeit geschrieben. Jetzt gehe ich fröhlich ein sechs Tage Urlaub ins wundersame Süddeutschland; erst kurz nach Heidelberg, dann etwas länger nach München. Online werde ich vermutlich nicht sein, so daß ich mich für eine Woche verabschieden und eine schöne Zeit wünschen möchte!

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Hach!

Ich müßte hier so viel schreiben!

Literaturverwaltung und der DOT

Seit einiger Zeit arbeite ich mit dem Literaturverwaltungssystem Zotero und möchte an dieser Stelle mal meine Empfehlung dafür aussprechen. Sehr leicht zu bedienen, spart jede Menge Arbeit, logisch aufgebaut und kostenlos. Man kann mit einem Klick die Buchangaben von allen Bibliotheks- oder Buchlädenseiten ins Programm integrieren, diese bearbeiten, sortieren, kategorisieren, mit langen oder kurzen Notizen (in meinem Fall Lesenotizen) versehen, daraus wunderschöne Bibliographien nach unterschiedlichen Systemen erstellen, es in Word integrieren und in windeseile Fußnoten generieren und sicher noch einiges mehr.

Übrigens habe ich mich letzlich beim Deutschen Orientalistentag als Vortragende angemeldet. Bis dahin muß ich meine Magisterarbeit also spätestens fertig haben, angepeilt ist aber August. Hat nicht doch noch jemand von Euch Lust, vorbeizuschauen?

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Ein neuer Eintrag im Arbeitsjournal...

Über die gute und weniger gute Übersetzung von Filmtiteln: GORUDEN SURAMBA.

Solltet Ihr Kommentare haben, würde ich mich freuen, wenn Ihr sie direkt ins Arbeitsjournal setzen könntet. ♥

Geleekaffee

Das Wort mit 5 "e". In Japan getrunken und für gut befunden. Der bittere Kaffee bietet einen schönen Kontrast zu der süßen Milch.



Rezept für 4 Gläser

500 ml Espresso / starken Kaffee
eine Packung Blattgelatine
Vanille-Schote
Zucker nach Belieben

Kaffee kochen
Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser aufweichen und leicht ausdrücken
Die Gelatine im warmen Kaffee auflösen
Kaltstellen

Milch mit Zucker und Vanille mischen

Vor dem Stürzen die Form für ein paar Sekunden in heißes Wasser halten
Gelatinekaffee in Würfel schneiden, Vanillemilch hinzu, Strohhalm rein - trinken!

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Inoue Hisashi - Gastauftritt Nina O

Eigentlich dürfte ich das gar nicht ankündigen, weil es ja nicht wirklich von mir ist. Nina war so freundlich mir zu erlauben, einen Teil ihrer sagenhaften Magisterarbeit in meinem Arbeitsjournal zu veröffentlichen. Auch interessant und lustig für jedermann, der kein Wort Japanisch spricht.

Wenn das nicht mal als Buch rauskommt, muß ich weinen, Nina!

Inoue Hisashi ist tot

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere, daß ich einige Zeit den Roman "Mokinpotto-shi futatabi" übersetzt habe. Vor drei Tagen ist nun der Autor, Inoue Hisashi, im Alter von 75 Jahren gestorben.

Schock!

Fast hätte ich eine Riesenportion Beifuß (Zutat in Kusa-Mochi) gegessen. Das ist mein schlimmster Allergieerreger, nach dessen Genuß ich nicht mehr richtig atmen kann.
Das hat monekopietz gerade noch verhindert!

Ein dreifaches Hoch auf sie!

Faust als Manga

Wer moechte, kann sich in meinem Arbeitsjournal einen Eintrag ansehen, in dem ich mich ein bisschen ueber einen Faustcomic echauffiere.

Ankunft (22. Maerz)

Bevor meiner Immatrikulation an der FU war ich überzeugt davon, daß Kaffee überschätztes Teufelszeug sei, das, ähnlich wie Zigaretten, nur dem helfe, der sowieso schon abhängig davon sei. Zwei Wochen dann nach Beginn des Propädeutikums und meiner Arbeit am JDZB war es dann soweit, daß ich mir das erste Mal eine Tasse Kaffee kaufte - und auf diesem Wege das erste Unijahr überstand.

Nun sitze ich auf dem Narita-Flughafen in Tokyo und freue mich mal wieder, daß es Kaffee gibt. Bis eben saß ich nämlich noch erschöpft neben einem Blumenarragement und fragte mich, wie um Himmels willen ich die drei Stunden bis zu meiner Weiterfahrt im Bus über die Runden bringen sollte. Nach gut zwanzigminütigem Starren kam die rettende Idee, ein Café aufzusuchen und siehe da: Die Lebenskräfte sind zurück. Das ist auch gut für den Jetlag, denn gerade ist es zwischen drei und vier Uhr nachts in Deutschland, also nicht meine Lieblingszeit für Aktivitäten aller Art.

Das letzte Mal war ich ziemlich genau vor acht Jahren in Tokyo, damals mit einem Politikaustausch zwischen Berlin-Mitte und Tokyo-Shinjuku. Mit 18 Jahren und ohne ein Wort Japanisch zu verstehen war das eine höchst beeindruckende Erfahrung, die ich nicht missen möchte, auch, wenn es heute viel entspannter ablaufen konnte. Als Ausgleich dafür war aber auch ein Stück des Zaubers weg, den so eine erste Reise, zumal in jungem Alter, mit sich bringt. Wenn man auf einmal (na gut: fast) alles lesen und verstehen kann, sind die Geschäfte und Leute natürlich nicht mehr so geheimnisvoll wie einst. Aber ich freue mich natürlich sehr auf den Monat hier und natürlich auf Schoko, die ich ein Jahr lang nicht gesehen habe.

Mein Hinflug lief über SAS mit Zwischenstop in Kopenhagen, dem teuersten Flughafen der Welt (eigene Statistik). Ein Bekannter, der zufällig im selben Flugzeug ebenfalls nach Japan gereist ist, hat für sein Mittagessen 33 Euro bezahlt. (Unsereins kann sich sowas nicht leisten bzw. spart lieber auf Sushi, Tempura, Ramen etc.)




Der gesunde Grüner-Tee-Baumkauchen darf natürlich nicht fehlen.

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Angsthase mit Glatze

Wie man sieht, habe ich meine Hausarbeiten fertig geschrieben und nun wieder Energie für Einträge. Doch nicht nur hier, auch im Arbeitsjournal gibt es einen neuen Eintrag. Diesmal eine Miniübersetzung von Fünftklässlern einer japanischen Grundschule, die höchst Bemerkenswertes über Mori Ôgai geschrieben haben. Vielleicht hat ja jemand von Euch Lust, einen Blick darauf zu werfen - ich glaube, es ist auch ohne spezielles Interesse am Thema recht unterhaltsam.

Was man gar nicht wissen wollte

Mein im doppelten Sinne ältester japanischer Freund, Akihito, hat mich eingeladen, mit ihm in Tokyo Matsusaka-Rind zu essen. Wer Kobe-Rind kennt, weiß in etwa, was das ist. (Kobe ist im Ausland bekannter, aber in Japan ist Matsusaka meiner Erfahrung nach noch berühmter.) Da wir gute Freunde sind und er es sich leisten kann, habe ich mit Freude und dem nötigen Anstand zugesagt, denn das wollte ich nun wirklich schon IMMER mal essen. Kühe, die täglich massiert werden, müssen ja besser schmecken. Aber was mußte ich im englischen Wikipediaeintrag lesen?

Although not officially part of the Matsusaka beef standard, it is widely known that some cows also receive "happy endings" after their massages, which is believed to stimulate blood flow and improve marbling texture.

Ahja. Ob ich das rausschmecke, werde ich Euch dann berichten.

Sprachliche Hürden

Zunächst: Es gibt zwei weitere Artikel in meinem Arbeitsjournal; einerseits die Fortsetzung des im letzten Eintrag angefangenen Artikel über Shanghai von 1923, andererseits eine kleine Besprechung des Vortrags über die Bewegung des 4. Mai, den ich jüngst im Konfuziusinstitut hören konnte.

Nun aber zu einer lustigen Begebenheit, die mir heute beim Dolmetschen widerfahren ist. Ich helfe seit etwa einem Jahr einer japanischen Familie bei verschiedenen Arztgängen und vor allem bei Besuchen bei Therapeuten für die Tochter der Familie, mit der es einige Probleme gibt. Heute ergab sich in etwa folgendes Gespräch:

Japanerin: [...]どうしたらいいのかと聞きました。
Nora: [gedolmetscht] Und dann habe ich meine Tochter gefragt, was wir tun könnten, um das Problem zu lösen.
Therapeutin: Hat sie "wir" gesagt oder hat sie "du" gesagt?
Nora: Sie hat gar kein Personalpronomen benutzt; der Satz hatte kein Subjekt.
Therapeutin: Wie meinen Sie das? Ein Satz muß doch ein Subjekt haben.
Nora: Nicht im Japanischen. Die meiste Zeit wird vermieden, den Gegenüber mit einem konkreten Personalpronomen anzusprechen. Wenn überhaupt, sagt man den Namen oder die Stellung. Aber meistens läßt man es einfach weg.
Therapeutin: Das geht doch nicht!
Nora: Nun ja...
Therapeutin: Sowas aber auch! Ein wichtiger Punkt ist nämlich bei solchen Gesprächen eigentlich, daß man das Kind direkt anspricht, weil ihm so auch klarer wird, daß es unmittelbar selbst von dem Problem betroffen ist und sich auch aktiv damit beschäftigen kann. Was machen wir denn nun? Das geht doch alles nicht! Ist ja unglaublich! [...]

Das versuch ich den Japanern ja auch die ganze Zeit beizubringen, aber sie wollen einfach nicht hören!

Downgrade

Ich spiele mit dem Gedanken, mein LJ-Abo dieses Mal nicht zu verlängern. 20 Euro im Jahr nur dafür, daß ich ein paar Avatare mehr benutzen kann und keine Werbung geschaltet wird, finde ich bei meinem momentanen Finanzhaushalt etwas viel. Vor allem spielt aber hinein, daß ich seit zwei Monaten das wichtigste Internet-Programm aller Zeiten gefunden habe: AdBlock Plus. Damit kann man ALLE Werbung aus dem Netz filtern lassen. Man kann sich nicht vorstellen, wie angenehm das ist. Zudem laden die Seiten viel schneller. Es soll hiermit zur Empfehlung des Jahres ausgerufen worden sein.

Technologie und Erotik

Seit Mediamarkt wissen wir, daß Dummdreistigkeit und Technik eine Kombination zu sein scheint, die einen großen Teil der Käufer nicht abschreckt. Neulich ist mir ein Katalog in die Hände gespielt worden, der neben Dummheit auch noch Billigerotik zu Verkaufszwecken heranzieht. Überlegt man sich das ideale Zielpublikum des Kataloges von Pearl.de, muß man zu dem Schluß kommen, daß es sich nur um Männer mit unterdurchschnittlichem Intelligenzvermögen und sexuellem Notstand handeln kann. Leider müssen alle anderen Leute sich auch das Grauen ansehen, wenn sie in dem Katalog blättern möchten...



Read more...Collapse )

Wachtel Weltmacht?

Schaut euch nur die Wachtel an!
Trippelt aus dem dunklen Tann;
tut grad so, als sei sie wer.
Wachtel Wachtel täuscht sich sehr.

Wär sie hunderttausend Russen,
hätt den Vatikan zerschussen
und vom Papst befreit - ja dann:
Wachtel Wachtel Dschingis-Khan!

Doch die Wachtel ist nur friedlich,
rundlich und unendlich niedlich;
sie erweckt nur Sympathie.
Weltmacht Wachtel wird sie nie!


(F.W. Bernstein)

Weihnachtsüberraschung

Wer von Euch ist schon mal bei Ebay über's Ohr gehauen worden und weiß, was man da machen kann?
Ich habe ein teures Weihnachtsgeschenk bei einem Verkäufer gekauft, der nicht liefert und mittlerweile 14 Negativbewertugen hat (damals noch keine). Auf Mails reagiert er auch nicht. Ebay stellt da ja eine Mini-Vorgehensweise zur Verfügung, aber ich weiß nicht, ob sich das lohnt. (Das Geschenk hat 100 Euro gekostet.)
Natürlich passiert das jetzt, wo wir überhaupt kein Geld haben und auch noch kurz vor Weihnachten. ;_;

Eine glaubwürdige Spekulation

Normalerweise gehen mir Erzählungen über Menstruation, wie man sie hier und dort im Internet lesen kann, mächtig auf den Senkel - aktiviere Dein Mondauge im Einklang mit dem heiligen Zyklus, Eiapopeia. Heute habe ich aber ein Gedankenexperiment gelesen, daß ich nicht nur für glaubwürdig, sondern auch sehr unterhaltsam halte und lade alle ein, mitzulesen: http://www.mum.org/ifmencou.htm

Cooking With A Dog

Oder sollte ich besser sagen: Kukingu wisua dogu?



Frage: WOZU der Hund?

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Vom Fach

Die Tagesschau hat mich schon wieder zu einem neuen Artikel im Arbeitsjournal inspiriert, diesmal aber in einer etwas amüsanteren Form. (Ich mag, wenn ich selbst so sagen darf, das Bild, das ich da gebastelt habe.) Auch über den Japanologentag in Halle habe ich etwas Kurzes geschrieben, das aber nicht ganz so heiter ist (wenn auch nicht explizit unheiter).
In dem bevorzugten japanischen Restaurant hier in Berlin esse ich sehr gerne Saba no Miso Ni (さばのみそ煮) und habe mich nun selbst daran gemacht, das nachzukochen. (Ab und zu muß mein Mann ja auch mal entlastet werden.) Die Rezepte, die ich auf Deutsch oder Englisch im Internet gefunden habe, waren immer ganz anders, als das, was ich beispielsweise auf Youtube in japanischen Kochvideos sehen konnte. Deswegen habe ich ein solches Video einmal genauer angesehen und die Anleitung für alle Interessierten auf Deutsch notiert.
Sie kann zwar auch für sich allein benutzt werden, wird aber anschaulicher, wenn man sich dazu das Video ansieht.



ZUTATEN (für 1 Person, kann also beliebig multipliziert werden)

1 Frische, rohe, möglichst große Makrele
2 gehäufte Löffel helles Miso ("Shiro")
2 Frühlingszwiebeln
1 kleines Stück Ingwer
200 ml Sake
3 gehäufte Löffel Zucker
Eiswürfel

Nicht unbedingt nötig, nur zum Korrigieren:

Mirin
Soyasauce

ZUBEREITUNG

- Fische senkrecht halbieren, Gräten entfernen und die Stelle, in der die Innereien waren, sauber heraustrennen
- In kleinere Stücke schneiden und die Haut einschneiden (damit sich der Fisch nicht so rollt beim Kochen)
- Frühlingszwiebeln je nach Geschmack fein schneiden oder in größere Stücke, Ingwer fein schneiden
- Wasser kochen und kaltes Wasser mit Eiswürfeln daneben stellen. Die Makrelenstücke 3 Sekunden in das kochende Wasser tauchen, dann sofort ins Eiswasser. So soll das "Fischige" gebannt werden.
- Makrele mit der Haut nach oben, Frühlingszwiebeln und Ingwer in einen Topf geben
- 200ml Wasser und 200ml Sake, sowie den Zucker hinzufügen und aufkochen.
- Einen Deckel, der etwas kleiner ist als der Topf, direkt auf das Essen legen (alternativ kann man auch Aluminiumfolie dementsprechend zurechtfalten). 15 Minuten kochen lassen.
- Das Feuer abstellen. Miso in eine Rührschale füllen und reichlich Sud aus dem Topf hinzufügen, dann mit einem Rührbesen das ganze Miso auflösen, bis keine Stücken mehr zu sehen sind
- Die Misosauce wieder in den Topf geben und noch einmal aufkochen lassen. Fertig!

Epilog: Wenn das Gericht zu süß ist, etwas Sauyasauce, wenn es zu herzhaft, etwas Mirin hinzugeben.

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Nur ein paar Lieblingsbilder

von der heutigen Demonstration.


(Wer das nicht versteht, kennt möglicherweise dieses populäre Bild nicht.)

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Selbstverteidigungsmaßnahme

Ich habe neulich einen interessanten Beitrag eines Datenforschers auf Deutschlandradio gehört. Er hat allen Menschen geraten, ganz vorsichtig mit dem zu sein, was man von sich im Internet preisgibt. (Soweit wissen wir das ja auch alle.) Löschen brächte fast nichts, weil es Seiten wie das Internetmuseum oder Google-Cache gäbe, die alles automatisch sicherten. Wie könne man sich also helfen, wenn man möchte, daß zum Beispiel der potentielle neue Chef nicht das liest, was noch Peinliches im Internet herumlungert, bzw. gegen Verwechslungen mit anderen Leuten im Netz? Statt zu löschen und zu klagen, solle man lieber ganz aktiv ein Profil von sich aufbauen: Einen (seriösen) Facebook-Eintrag, einen eigenen Webauftritt möglichst mit dem eigenen Namen in der URL, einen Eintrag bei Xing etc. etc. Personalabteilungsleiter & Co. sähen sich nämlich normalerweise nur die Einträge an, die auf der ersten Google-Seite angezeigt werden, und wenn man diese Einträge weitgehend selbst bestimmen könne, habe man viel Sicherheit.

Klang irgendwie logisch. Ich hatte in meinem Onlinepaket ohnehin noch eine kostenlose URL und mir jetzt mal www.nora-bartels.de gesichert. Dort habe ich das erste Mal wordpress ausprobiert (schööön!) und eine Art Arbeitsjournal für meine Magisterarbeit eingerichtet. (Das ist keine Werbung dafür; alles Interessante davon wird hier sowieso noch einmal gepostet.)
Eine wunderbar klare, systematische und mit vielen Fakten hinterlegte Analyse der Wirtschaftskrise. Auch für Bewunderer der gekonnten freien Rede sehenswert.

Oder an alle, die sich für das Lesen von Büchern überhaupt interessieren.

Möglicherweise hat schon der eine oder andere die GoogleBooks-Funktion genutzt und dort eingescannte Bücher einsehen können. Was auf den ersten Blick eine bequeme und günstige Alternative zum Bücherkauf oder Ausleihen zu sein scheint, hat aber schwerwiegende Folgen vor allem für mittlere und kleine Verlage, aber auch z.B. für wissenschaftliche Veröffentlichungen. Einen interessante Erklärung dazu, sowie eine Anleitung zum Schützen der eigenen Werke (die Frist für den Widerruf läuft am 5. Mai 2009 ab) gibt Gunther Nickel hier:

Gunther Nickel: Google unterhöhlt das Urheberrecht. Worum geht es genau, mit welchen Konsequenzen, und wo erfährt man mehr?.

Auf der gleichen Seite findet sich auch eine Unterschriftenaktion:
http://www.textkritik.de/urheberrecht/



[...] Im zweiten Fall ist die Schutzfrist noch nicht abgelaufen, und er betrifft sowohl lieferbare als auch vergriffene Bücher. Für ihn soll – auch für deutsche Autoren – ein Vergleich gelten, auf den sich Google in den USA mit dem Autorenverband »The Authors Guild« und der »Association of American Publishers« nun nach einem mehrjährigen Rechtsstreit geeinigt hat: Wer bis zum 5. Januar 2010 berechtigte Copyright-Ansprüche für Bücher geltend macht, die Google bis zum 5. Mai 2009 einscannt (oder bereits eingescannt hat), bekommt mindestens 60 Dollar Tantieme. Er erhält darüber hinaus 63 Prozent der Einnahmen, die Google künftig durch die kommerzielle Nutzung der Daten erzielt (zu weiteren Details siehe http://www.googlebooksettlement.com/ sowie den online zugänglichen FAZ-Artikel von Hannes Hintermeier).

Diese Regelung klingt zunächst ganz verlockend: Für die Nutzung von Texten im Internet bekommt man bislang meistens gar nichts, fortan immerhin etwas. Vergriffene Bücher werden auf diese Weise wieder zugänglich und werfen nun womöglich auch noch ein wenig Honorar ab. Bei näherem Hinsehen zeigt sich jedoch, daß Google keineswegs alle Einnahmen, sondern ausschließlich die Einnahmen aus der kommerziellen Verwendung von Texten anteilig abführen wird. Für ihre nichtkommerzielle Verwendung gibt es also weiterhin kein Geld. Was das konkret bedeutet, spielt Ilja Braun in der WELT anschaulich am Beispiel von Reiseführern durch.

Völlig unbestimmt bleibt darüber hinaus, an welche kommerziellen Verwendungsmöglichkeiten gedacht ist. Es ist, das ergibt sich aus den bislang veröffentlichten Unterlagen, prinzipiell jede Nutzung durch Google möglich, womit die bisher übliche Unterscheidung von Haupt- und Nebenrechten hinfällig wird. Fortan liegen sämtliche Rechte an einem von Google ganz oder teilweise verbreiteten Titel bei Google, und zwar ad libitum sowohl das Recht den Text zu verkaufen als auch das Recht ihn zu verschenken. Eine solche Praxis wird in kürzester Zeit die deutsche Verlagslandschaft tiefgreifend verändern, weil die herkömmliche Produktion von Büchern in vielen Fällen mangels nennenswerter Nachfrage völlig sinnlos werden wird. Welche Auswirkungen das auf die deutsche Verlagslandschaft und den Buchhandel hat und was man künftig auf den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt noch sehen kann, läßt sich eigentlich leicht ausmalen. Kurioserweise tut es bislang kaum einer.[...]