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Alles, was woanders nicht hineinpaßt

Der Eintrag mit den gemischten Sonderlichkeiten der letzten Wochen.



Seit Anfang Juni hat die Regierung beschlossen, Ressourcen und die Umwelt zu schonen und deswegen die freie Vergabe von Plastiktüten zu regulieren, indem sie vorgeschrieben hat, daß jeder Laden für Plastiktüten Geld einfordern muß. Das hat das Einkaufen wirklich schlagartig revolutioniert: Während man zuvor im Supermarkt für jede Produktkategorie eine Tüte bekommen hat, tragen die Menschen nun Jutebeutel oder Rucksäcke mit sich. Buchläden schnüren ihre Ware auf diese liebenswerte Weise zusammen.


Es ist Graduierungszeit und überall in der Beida laufen Herrschaften mit diesen neckischen Hütchen herum und lassen sich von ihren Freunden (ebenfalls in Hütchen) photographieren.



Entlang der olympisch wichtigen Straßen wird auch jetzt, einen Monat vor Beginn des Spektakels, noch einfrig eingerissen und neu bebaut, so, wie hier auf der Polizeistation. Die beiden Bilder sind im Abstand von einer Woche aufgenommen.



Am Wudaokou, der ausgesprochen hippen Szenegegend, bin ich neulich einem ungewöhnlichen Gesellen begegnet.



In hippen Restaurants ist es neuerdings üblich, die Speisen mit solchen kleinen neonfarbenen, brennenden Steinchen zu erhitzen, die im Laufe des Prozesses verschwinden.


Zu dieser Art von Heilmethode hat man mich noch nicht überreden können.


Mich beschleicht das Gefühl, dieses Photo schon einmal hier veröffentlich zu haben, aber ich kann mich nicht entsinnen, wann. Es handelt sich um eine an einem chinesischen Studentenwohnheim angebrachte Tafel mit "Zensuren" für die Sauberkeit der Zimmer. Einmal im Monat platzt da nämlich unangemeldet einer der Angestellten hinein und überprüft, ob alles mit rechten Dingen zugeht.


Während ich mir unlängst ausgezeichnetes Schuhwerk zum Preis von 3,50 gekauft habe, kann man in Peking aber auch einer Flasche Alkohol für umgerechnet 1000 Euro habhaft werden (nicht gekauft).


Ich bin mir manchmal nicht sicher, ob diese Sachen un- oder absichtlich so gestaltet werden.


Unzählige junge Chinesen laufen seit einiger Zeit mit patriotischen T-Shirts herum, auf denen normalerweise nur "I ♥ China" steht. Hier wird mal etwas ausführlicher chinesische Stärke demonstriert: Chinesen lassen sich weder von Schneekatastrophen, Gewalt noch Erdbeben unterkriegen.


Ich wußte, es war die falsche choice, dieses T-Shirt nicht zu kaufen.


Dafür aber dieses.

Comments

( 6 Kommentare — Kommentieren )
oh_galore
Jul. 6th, 2008 04:32 am (UTC)
ahh, ist das Moxi oder Schröpfen oder wie nennt man das? Sowas wollten sie mit mir mal in Indonesien machen, aber so richtig...neee óò

Ich sehe hier öfter mal Pferde, manche sind sogar gar nicht so schlacksig, wie ich gedacht habe (mit anderen Worten: entsprechend ernährt), aber das Pferd ist wirklich auch das einzige Tier, was größer ist als ein Chihuahua, das ich hier sehe...
seidenstrasse
Jul. 6th, 2008 04:39 am (UTC)
Ich habe gerade mal nachgeforscht:
http://www.thukan.ch/chinesischeheilmethoden.htm
Mag ja sein, daß das irgendwelche Vorteile hat, aber sind Blutergüsse so richtig gut für den Körper?

Das war mein einziges Pferd hier! Aber ich muß sagen, bis auf Hunden begegne ich in Berlin auch nicht allzu vielen Tieren.
kutschis
Jul. 6th, 2008 09:03 am (UTC)
Das ist ein Maultier, Noralein...
seidenstrasse
Jul. 6th, 2008 11:43 am (UTC)
Das dachte ich auch. Dann habe ich einen Ortskundigen gefragt und der meinte "kleines Pferd". Wie dem auch sei, es war so oder so eine Überraschung für mich!
jomapakure
Jul. 6th, 2008 06:02 pm (UTC)
habe den eintrag zugegebenermaßen überhaupt nicht gelesen, dachte mir aber, ich könnte mich ja trotzdem mal wieder melden. du bist mir gerade in den sinn gekommen, da ein guter freund von mir zur zeit ebenfalls in peking ist und ein praktikum bei der deutschen bank absolviert.

ich hoffe bei dir ist soweit alles klar? irgendwann auch wieder in deutschland oder aufenthalt verlängert?
seidenstrasse
Jul. 6th, 2008 11:41 pm (UTC)
Hallo Du Knalltüte!

Die Zentrale deutsche Bank ist hier gleich bei uns um die Ecke, aber ich glaube nicht, daß ich Deinen Freund deswegen besuchen werde. Es geht mir jedoch gut und in 24 Tagen bin ich wieder zurück in der Heimat.

Was machst Du gerade? Bist Du mit der Ausbildung schon fertig?
( 6 Kommentare — Kommentieren )