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Eine Woche voller Glückstage

Letzte Woche kam meine Freundin aus der FU-Japanologie, monekopietz mich besuchen. Ich holte sie spät in der Nacht vom Flughafen ab, um sie am nächsten Morgen früh wieder dorthin zu bringen, denn wir hatten Großes vor: Eine Reise nach Guilin, einem der schönsten Orte Chinas.

Aus Unkenntnis über die Gegebenheiten vor Ort hatte ich eine Alles-Inklusive-Gruppenreise gebucht. Weil Mones Zeit in China begrenzt war, entschieden wir uns zähneknirschend, statt der günstigen (25-Stunden-)Zugfahrt mit dem Flugzeug hinüber zu fliegen. Als wir ankamen, fehlte aber etwa die Hälfte unserer Gruppe. Zwei Tage später erfuhren wir, warum: Durch die schwersten Schneefälle seit 50 Jahren wurden alle Züge ganz wörtlich auf Eis gelegt. Die Herrschaften haben 3 Tage im Zug ohne Essen verbracht.


Weiter ging es mit dem Ausbleiben von Regen. Als wir abends ankamen, regnete es noch in Strömen, so daß sich zwei von uns gleich mit neuen Regenschirmen eindecken mußten. Da Guilin für seine Landschaft berühmt ist, bereitete mir das einige Sorgen um unser Wohlergehen. Am ersten Tag sahen wir aus Zeitnot nur das Wahrzeichen der Stadt, nämlich den Elephantenrüsselberg, der etwas überraschend mitten in der Stadt stand.


Vielleicht wäre ja hier jemand an den glücksverheißenden Neujahrsplakaten interessiert gewesen? Leider haben wir uns aus irgendwelchen Gründen keine zugelegt. Nach ein paar Einkäufen und einem Essen mit Stromausfall (Schneekatastrophe) kamen wir in unser südchinesisch-kühles Zimmer, das aber immerhin komfortabel ausgestattet war und, was das Allerwichtigste ist, über eine Badewanne verfügte. Von der machte ich dann auch täglich meinen ausgiebigen Gebrauch.