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Ein Zoo in meinem Bauch

Es war das Wochenende des großen Schlemmens und Genießens.

Noch immer macht sich der Konzerteintrag selten; ich komme einfach nicht dazu, die Videos und Bilder zu bearbeiten. Deswegen auch hier wieder ein Eintrag zu meinem Leben danach.


Gestern abend gingen wir nun schon zum dritten Mal mit unserem Konversationskurs ins Freie. Es verschlug uns nach einer Runde Busfahren im Stehen zur schönsten Stauzeit in ein Grillrestaurant, das sich in ein Bayrisches Gewandt hüllte.



Die Küche war natürlich kein Stück deutsch, ließ sich aber für mich auch nicht einwandfrei China zuordnen. Ich langte ordentlich von vermeintlichem Kartoffelsalat, der sich aber später als in Scheiben geschnittener Reiskuchen-Salat entpuppte. Mein Highlight des Abends: Saure Gurken!


Das Fleisch, das jedes Mal in einer anderen Sorte vom Spieß geschnetzelt wurde, war natürlich auch nicht ohne.


Leider hatte ich das Gefühl, das Deutschland nicht immer von seiner besten Seite her vertreten wurde.

*

Als wäre der Völlerei nicht genug gewesen, hatte ich mich seit langem schon mit Shoko für einen Besuch in einem Onsen (ein heißes [Kur]-Bad) verabredet. Wir gingen also in aller Frühe aus dem Haus, um gegen 9:00 Uhr in einem etwas entlegenen Bad anzukommen







Unterwegs schoß ich vom Bus aus ein paar Photos der Gefährte, derer man in Peking täglich wahrhaftig werden kann.


Natürlich war es kein japanischer Onsen. Das machte aber fast gar nichts! Es war stattdessen ein sogenanntes Spa, das bedeutet eine Art Wohlfühltempel für Reiche. Reich sind wir zwar auch für chinesische Verhältnisse nicht, aber die 12 Euro Eintritt hauten wir dennoch auf den Kopp, wie man so schön sagt.


Auf der Homepage kann man ein paar Bilder ansehen, die wir bei all den nackten Menschen nicht selbst schießen wollten. Ich erzähle nur kurz, was da los war: Schöne Duschen (man lernt so etwas nach fast 4 Monaten Studentenwohnheim zu schätzen), 4 heiße Bäder, Massagen, Schrubbereien, teure Pflegeprodukte...


...ein Endlosbuffet, Livemusik, ein Sportgeräteraum, ein Tischtennis- und Billardraum, natürlich Internet (ohne mich diesmal)...


...Schlafräume mit einem Fernseher pro Bett, ein Liegekino... Ich habe sicher etwas vergessen. Am Abend beschlossen wir kurzerhand, die Nacht über zu bleiben und uns morgens noch am Frühstück gütlich zu tun.

Wohlduftend kehrten wir ins Wohnheim zurück.

Comments

( 2 Kommentare — Kommentieren )
superute
Dec. 10th, 2007 10:10 am (UTC)
1.) Moooment: man kann da einfach so über Nacht bleiben?
2.) Hört sich / sieht sich ja traumhaft aus / an! Ick will ooch in een Spa!
3.) Wie habt ihr kleinen Ferkel es bloß geschafft, Euren Tisch so einzusauen?
4.) Schön, dass Du Dich gut amüsierst, Kind!
seidenstrasse
Dec. 10th, 2007 11:20 am (UTC)
1) Ich hatte das auch nicht gedacht. Eigentlich habe ich die Idee nur spaßeshalber auf den Tisch geworfen und Shoko hat gleich begeistert zugesagt. Es war also ganz anders geplant, aber wir haben es nicht bereut. Wir haben in einem Saal mit ähnlichen Schlafsesseln wie im Kino gelegen.

2) Ja, für die Neureichen in China gibt es alles, was man sich so vorstellen kann und mehr. So ein Haus ist keine Seltenheit. Gut wäre nur, wenn das bei uns auch nur 12 Eulen für 24 Stunden kosten würde...

3) OH, ich muß wohl noch was zu Chinas Tischsitten schreiben... Das wird schön eklig! :)

4) Das mache ich schon, keine Sorge! Ab und zu muß man doch mal aus dem Wohnheim steigen.

Hoffentlich geht es Dir trotz Superstreß erträglich. Du hast ja auch bald ein paar blendende Tage vor Dir.
( 2 Kommentare — Kommentieren )